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Mrz 5, 2018
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Rückruf – Warum kommt mein Hund nicht zurück?

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Oft ist es der Mensch, der Fehler beim Heranrufen des Hundes macht. Einige Punkte sollten beachtet werden, wenn man seinen Hund zu sich ruft.

Durch das Ansprechen mit dem Hundenamen kann ich die Aufmerksamkeit des Hundes überprüfen. Ein Kommando sollte immer mit dem Hundenamen begonnen werden.

Hunde hören sehr gut. Leise Töne bringen den Hund in die konzentrierte Aufmerksamkeit. Wenn ich stets sehr laut mit dem Hund spreche fühlt er sich erst ab einer bestimmten Lautstärke angesprochen. Wenn ich leise mit dem Hund spreche kann ich notfalls lauter werden.

Hohe Töne für den Rückruf

Hohe Töne bedeuten für den Hund soziale Zuwendung (du kannst dich mir nähern/ von mir geht keine Gefahr für dich aus/ ich möchte mit dir zusammen arbeiten). Daher sollten Signale immer freundlich und in eher hoher Stimmlage gegeben werden. Tiefe Töne dagegen bedeuten für den Hund soziale Ablehnung (wie z. B. das Knurren unter Hunden) und sind daher für Verbote, nicht aber für den Rückruf geeignet.

Das Lob muss auch vom Hund als Lob empfunden werden. Gerade das Streicheln kommt bei Hunden oft nicht gut an. Vor allem dann nicht, wenn man den Hund klopft oder sich beim Streicheln über ihn beugt. Achtung auch davor, dass der Hund beim Geben von Belohnungen im Vorbeugen nicht die Leine oder eine Tasche auf den Kopf bekommt. Wer seinen Hund auf diese Weise „bestraft“ hat bald einen Hund, der auf Zuruf nicht mehr kommt.

Eventuelle Krankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen des Hundes sollten bedacht werden. Bei Arthrose, Zerrungen, Entzündungen, Läufigkeit, Kopfschmerzen oder Muskelkater wird ein Hund weniger freudig weitere Strecken zu seinem Menschen zurücklegen.

Punkte, die Ihren Hund vom zurückkommen abhalten können

  • Brennende Zigarette in der Hand
  • Leine in der Hand
  • ein strenger Gesichtsausdruck
  • eine nach vorne gebeugte Körperhaltung
  • ein anderer Hund, der meinem Hund den Weg versperrt

Häufige Trainingsfehler

  • bei Junghunden ein zu hoher Ablenkungsgrad
  • der Hund hat durch ständiges Wiederholen gelernt, dass das Signal keine Bedeutung hat
  • es wurde zu oft mit Leckerchen gelockt, statt anschließend belohnt
  • mangelnde Konsequenz und Uneindeutigkeit in der Signalgebung
  • nur der Name des Hundes wird genannt
  • nach jedem Abrufen muss der Hund an die Leine oder nach Hause.

In unserer Hamburger Hundeversität stellen wir immer wieder fest, dass Hunde sehr gerne zurückkommen, sobald sich der Mensch sich die Mühe macht, die Übung für den Hund verständlich zu machen und mit Spaß zu verbinden.

autor_tina_tschuertz

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